Buchtipps


Liebe Leserinnen und Leser, Freundinnen und Freunde der Buchhandlung Junius!

Nach anderhalb Jahren konnten wir endlich wieder unsere Büchervorstellung "Lesenswert" live vor Ort stattfinden lassen.

Hier sind unsere aktuellen Favoriten, die wir Ihnen ans Herz legen möchten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Aussuchen, Lesen, Verschenken.

Sabine Piechaczek und das "Lesenswert-Team der Buchhandlung Junius

 

Ute Deelmann

Alina Bronsky: Barbara stirbt nicht, Kiepenheuer & Witsch, 20,00 Euro

Walter Schmidt und seine Frau Barbara lebten seit ihrer Hochzeit ein Leben in stark abgegrenzten Welten. Barbara war für den Haushalt und alle Belange des Alltags zuständig und Walter ging seiner Berufstätigkeit nach und traf sich gelegentlich mit seinen Freunden zu Bier und Kegeln. Plötzlich kann Barbara nicht mehr aufstehen und Walter muss auf seine alten Tage lernen wie man Kaffee kocht oder den Staubsauger bändigt. Urkomisch und zutiefst berührend.

Hervé Le Tellier: Die Anomalie, Rowohlt, 22,00 Euro

Manche Bücher passen in kein Genre. Der Titel beschreibt also nicht nur den Inhalt, sondern auch die Kategorisierung des Romans. In kurzen Szenen werden wir mit den Protagonisten des Romans vertraut gemacht, den die Anomalie widerfährt. Ein Flugzeug gerät in ein Unwetter und landet einmal direkt nach dem Sturm und einmal Monate später. Exakt dasselbe Fahrzeug mit exakt den gleichen Menschen an Bord. Ein Fehler im System, aber in welchem. Das Buch stellt viele Gewissheiten in Frage.

Andreas Pflüger: Ritchie Girl, Suhrkamp, 24,00 Euro

Camp Ritchie war ein Ausbildungslager des US-Miltärgeheimdienstes. Viele der dort Ausgebildeten waren Emigranten. Zu Ihnen gehört das „Ritchie Girl“ Paula Bloom, eine Amerikanerin, die in Deutschland geboren wurde und in die USA flüchtet. Nach dem Krieg kehrt Sie nach Frankfurt zurück und hilft mit, die Rolle von Spionen, Kriegsverbrechern und Befehlshabern zu klären. Nicht zuletzt um zu entscheiden, wer dem Westen gegen die Bedrohung des Kommunismus noch hilfreich seien kann.

 

Bettina Edeler

Marco Balzano: Wenn ich wiederkomme, Diogenes Verlag, 22,00 Euro

Der Roman erzählt die Geschichte von Daniela aus Rumänien, die heimlich nach Mailand fährt, um sich dort als Altenpflegerin und Kindermädchen zu verdingen. Mit dem Geld möchte sie ihren Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Doch die Trennung von der Familie bleibt nicht ohne Konsequenzen.

Leila Slimani: Das Land der Anderen, Luchterhand Verlag, 22,00 Euro

Am Ende des 2. Weltkriegs lernt Mathilde aus dem Elsass einen marokkanischen Offizier kennen. Aus Verliebtheit und Abenteuerlust folgt sie ihm als Ehefrau in seine Heimat. Es wird kein leichtes Leben in dem fremden Land. Mathilde kämpft für sich und ihre Kinder um Freiräume. Der Roman basiert auf der Geschichte von Slimanis Großeltern.

 

Beate Hillmann

Hape Kerkeling: Pfoten vom Tisch!, Piper, 22,00 Euro

Hape Kerklings neues Werk ist eine Mischung aus Sachbuch und Biographie, mit witzigen Anekdoten über sein Leben mit den „Fellnasen“, wie er sie liebevoll nennt und zugleich ein Ratgeber für Katzenhalter und solche die es werden wollen.

Sehr gelungen!

Frida Skybäck: Das Geheimnis des Bücherschranks, Insel, 11,00 Euro

Es geht um zwei Frauen, Rebecka und ihre Großmutter Anna, deren Leben abwechselnd erzählt werden.

Rebeckas Geschichte spielt im Jahr 2007, Annas Geschichte während des 2. Weltkriegs im Jahr 1943. Anna soll als Tochter eines reichen Kaufmanns den Zweiten Weltkrieg brav aussitzen und den Sohn einer Bekannten ehelichen.

Rebecka lebt eigentlich in Stockholm mit ihrem Verlobten Joar. Nachdem eine Beförderung bei ihr geplatzt ist und ihre Großmutter sich die Hand bricht, kehrt sie nach langer Zeit zurück in ihre Heimat, um sich um ihre Großmutter zu kümmern.

 

Heike Krallmann 

Ferzan Özpelek:  Wie ein Atemzug, Piper, 22,00 Euro

Die Vergangenheit zweier Schwestern zwischen Rom und Istanbul — spannend wie ein Krimi.

Nach fünf Jahrzehnten und unzähligen unbeantworteten Briefen kehrt Elsa zur vermeintlichen Adresse ihrer Schwester zurück, um sich mit ihr zu versöhnen. Doch dort trifft sie nur die neuen jüngeren Eigentümer und ihre Freunde an. Aus Höflichkeit lässt man Elsa hinein. Wird sie ihre Schwester wiedersehen?

Ein wunderschöner Roman, fantasievoll und spannend bis zum Ende.

 

Schenk/Scheck: Ein undogmatischer Hund, Kiepenheuer Witsch, 22,00 Euro

In diesem Buch erklärt der Literaturkritiker Denis Scheck nicht nur „wie er auf den Hund gekommen ist“ — nein, auch sein Jack Russell Terrier Stubbs rezensiert, im schönsten Ruhrdeutsch, verschiedene Hundefiguren aus der Literatur aus seiner eigenen Sicht. Geistreich, witzig und charmant erzählt.

Nicht nur für Hundefreunde ein Genuss!

Charles Seife: Stephen Hawking, C.H. Beck, 28,00 Euro

Die erste, hervorragend recherchierte Biografie zu Hawking nach dessen Tod.

Und das erste Mal, dass eine Biografie mit den letzten Lebensjahren beginnt und sich gefühlt rückwärts zum Beginn des Lebens eines „Genies“ vorarbeitet.

Neueste Physikgeschichte pur — Relativitätstheorie, das Singularitäten Theorem verbunden mit dem Leben eines außergewöhnlichen Menschen.

Durch die sehr verständlichen und oft immer wieder erklärten physikalischen Phänomene in theoretischer Physik sowie Kosmologie sehr gut zu lesen.

 

Sabine Piechaczek

Elke Heidenreich: Hier geht’s lang!, Eisele Verlag, 26,00 Euro

Bücher begleiten Elke Heidenreich von Anfang an. Sie vermittelt anschaulich ihre Leseerfahrungen und erklärt uns, warum gerade Schriftstellerinnen ihr Leben, Lesen und Schreiben beeinflusst haben.  Eine wunderschöne Liebeserklärung ans Buch, die inspiriert und amüsiert.

Miika Nousiainen: Quality Time, Kein & Aber, 22,00 Euro

Samis biologische Uhr tickt. Er möchte so gerne Vater werden, hat aber noch nicht einmal eine passende Frau gefunden und die Verwandtschaft stichelt. Ein humorvoller, hintergründiger Roman über verpasste Gelegenheiten, unerwartete Chancen mit einem liebenswerten Helden.

Jo Pestum: Die Schwarzfüße, Henselowsky & Boschmann, 14,90 Euro

Georg und seine Freunde lieben Indianergeschichten und taufen ihre Bande „Die Schwarzfüße“.  Wir erleben mit ihnen einen ereignisreichen Sommer im Ruhrgebiet des Jahres 1946. Ein spannendes und berührendes Buch, das uns die Nachkriegszeit aus Kinderperspektive sehen lässt.

 

Wolfgang Piechaczek

Javier Cercas: Terra Alta, S. Fischer, 24,00 Euro

„Ihnen wurden Augen, Fingernägel, Zähne und Ohren ausgerissen…“ - so grausam beginnt Cercas Roman. Melchor Marin, Sohn einer Prostituierten, ermittelt in der Terra Alta, einer bitterarmen Region Kataloniens. „Die Geschichte einer Rache“, so der Untertitel, ist weit mehr als ein Krimi – ein außergewöhnliches Buch.

Reinhard Tötschinger: Rochade, Picus, 22,00 Euro

Jan Vermeers berühmte Gemälde „Die Malkunst“ wird durch einen Anschlag stark beschädigt.

Der österreichische Kanzler möchte das Bild für seine Amtsräume und setzt Restaurator Clemens Hartmann zeitlich unter Druck. Der muss sich etwas einfallen lassen. Reinhard Tötschinger, 1952 in Wien geboren, inszeniert mit „Rochade“ ein humorvolles und kenntnisreiches Verwirrspiel. Ein unglaublich interessanter Roman, in dem es um Wahrheit und Illusion, Fiktion und Wirklichkeit geht.

 

Andrea Reichelt

Anja Jonuleit: Das letzte Bild, DTV, 22,00 Euro

Im November 1970 kam im norwegischen Bergen eine Frau unter mysteriösen Umständen gewaltsam zu Tode. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. In der Gegenwart entdeckt die Schriftstellerin Eva in der Zeitung ein Phantombild der „Isdal-Frau“, das ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Kunstvoll breitet Anja Jonuleit eine Lebensgeschichte aus, in der sie so raffiniert und spannend Fiktion und Realität verbindet, dass man das Buch bis zum Ende am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Uwe Wittstock: Februar 33 – Der Winter der Literatur, C. H. Beck, 24,00 Euro

Der Autor, Literaturkritiker und Kolumnist Uwe Wittstock begleitet verschiedene Schriftsteller und Künstler Tag für Tag durch den Februar 1933 und zeigt eindringlich, in welch kurzer Zeit die Machtergreifung Adolf Hitlers zementiert wurde. Sorgfältig recherchiert, verdichtet er Begegnungen, Festivitäten und Tagebucheinträge, macht die Atmosphäre von Angst, Mut, Selbsttäuschung und Opportunismus greifbar und zeigt, wie schnell die Goldenen Zwanziger von einem Unrechtsstaat abgelöst wurden.

 

Peter Wöhrl

Maarten ‘t Hart: Der Nachtstimmer, Piper, 24,00 Euro

Es ist schön, wieder einmal ein Buch von Maarten ’t Hart zu lesen, in die Atmosphäre seiner heimatlichen Landschaft und die liebevolle Beschreibung der Menschen einzutauchen.

Maarten ‘t Hart erzählt mit einer Leichtigkeit, nicht nur in diesem heiteren Roman, sondern auch in den Büchern mit Tiefgang.

Gregor Seferens, der die Werke Maarten ‘t Harts ins Deutsche überträgt, gelingt es, diesen schwebenden Ton und die besondere Stimmung wiederzugeben.

Gleich erwächst die Lust, entlang der Kanäle zu spazieren, auf dem Damm zu sitzen und mit Zitaten gewürzt über das Alte Testament zu diskutieren, obwohl der Autor selbst aus guten Gründen kein Kirchgänger ist, und auch der bibelfeste Gabriel Kirchen nur betritt, wenn eine Orgel, womöglich eine verstimmte, auf ihn wartet.

Anthony Doerr: Wolkenkuckucksland, C. H. Beck, 24,00 Euro

Anthony Doerr ist der Schriftsteller für das ganz große literarische Kino.

Und so schöpft er auch in seinem neuen Werk „Wolkenkuckucksland“ wieder aus dem Vollen: Er erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern mehrere.

In jeder steht ein Kind oder Jugendlicher im Mittelpunkt, mit einer ganz besonderen Verbindung zu Büchern.

All diese Erzählungen fügen sich zu einem großen Roman zusammen, der von einem utopischen Land in den Wolken handelt.

 


Ute Deelmann

Hervé Le Tellier: Die Anomalie, Rowohlt, 22,00 Euro

Manche Bücher passen in kein Genre. Der Titel beschreibt also nicht nur den Inhalt, sondern auch die Kategorisierung des Romans. In kurzen Szenen werden wir mit den Protagonisten des Romans vertraut gemacht, den die Anomalie widerfährt. Ein Flugzeug gerät in ein Unwetter und landet einmal direkt nach dem Sturm und einmal Monate später. Exakt dasselbe Fahrzeug mit exakt den gleichen Menschen an Bord. Ein Fehler im System, aber in welchem. Das Buch stellt viele Gewissheiten in Frage.

 

 

 

 


Bettina Edeler

Marco Balzano: Wenn ich wiederkomme, Diogenes Verlag, 22,00 Euro

Der Roman erzählt die Geschichte von Daniela aus Rumänien, die heimlich nach Mailand fährt, um sich dort als Altenpflegerin und Kindermädchen zu verdingen. Mit dem Geld möchte sie ihren Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Doch die Trennung von der Familie bleibt nicht ohne Konsequenzen.


Beate Hillmann

Frida Skybäck: Das Geheimnis des Bücherschranks, Insel, 11,00 Euro

Es geht um zwei Frauen, Rebecka und ihre Großmutter Anna, deren Leben abwechselnd erzählt werden.Rebeckas Geschichte spielt im Jahr 2007, Annas Geschichte während des 2. Weltkriegs im Jahr 1943. Anna soll als Tochter eines reichen Kaufmanns den Zweiten Weltkrieg brav aussitzen und den Sohn einer Bekannten ehelichen. Rebecka lebt eigentlich in Stockholm mit ihrem Verlobten Joar. Nachdem eine Beförderung bei ihr geplatzt ist und ihre Großmutter sich die Hand bricht, kehrt sie nach langer Zeit zurück in ihre Heimat, um sich um ihre Großmutter zu kümmern.


Heike Krallmann

Schenk/Scheck: Ein undogmatischer Hund, Kiepenheuer Witsch, 22,00 Euro

In diesem Buch erklärt der Literaturkritiker Denis Scheck nicht nur „wie er auf den Hund gekommen ist“ — nein, auch sein Jack Russell Terrier Stubbs rezensiert, im schönsten Ruhrdeutsch, verschiedene Hundefiguren aus der Literatur aus seiner eigenen Sicht. Geistreich, witzig und charmant erzählt.

Nicht nur für Hundefreunde ein Genuss!


Sabine Piechaczek

Jo Pestum: Die Schwarzfüße, Henselowsky & Boschmann, 14,90 Euro

Georg und seine Freunde lieben Indianergeschichten und taufen ihre Bande „Die Schwarzfüße“.  Wir erleben mit ihnen einen ereignisreichen Sommer im Ruhrgebiet des Jahres 1946. Ein spannendes und berührendes Buch, das uns die Nachkriegszeit aus Kinderperspektive sehen lässt.

 

 

 


Wolfgang Piechaczek

Reinhard Tötschinger: Rochade, Picus, 22,00 Euro

Jan Vermeers berühmte Gemälde „Die Malkunst“ wird durch einen Anschlag stark beschädigt. Der österreichische Kanzler möchte das Bild für seine Amtsräume und setzt Restaurator Clemens Hartmann zeitlich unter Druck. Der muss sich etwas einfallen lassen. Reinhard Tötschinger, 1952 in Wien geboren, inszeniert mit „Rochade“ ein humorvolles und kenntnisreiches Verwirrspiel. Ein unglaublich interessanter Roman, in dem es um Wahrheit und Illusion, Fiktion und Wirklichkeit geht.